Gründung

Im Jahre 1990, als Deutschland wieder vereinigt wurde, die baltischen Staaten sich als unabhängig von der Sowjetunion erklärten und Deutschland, Frankreich und die BENELUX-Staaten das Schengener-Abkommen unterschrieben, kam eine kleine Gruppe aus Bittelbrunn zusammen. Dies hatte zwar keine weltpolitischen Auswirkungen, jedoch war dies der Grundstein des Vereins „Bittelbrunner Glockästupfer 1990 e.V.“.

Die Gruppe bestand aus folgenden Personen: Rainer Drexler, Petra und Wolfgang Heimburger, Andreas Hensler und Gabi Martin. Da sie große Fans der Guggenmusik waren, wollten sie ihre eigene gründen. Im März 1990 hatte man 23 Mitgliedern zusammen und konnte sich nun offiziell Guggenmusik nennen.

Den Namen für die neu geschaffene Gruppe (Bittelbrunner Glockästupfer) entnahm man der örtlichen Geschichte. Man wusste von einem Geistlichen und dessen Kirchturm mit einem sehr instabilen Glockenstuhl. Dieser war im Lauf der Zeit nicht mehr begehbar geworden, also mussten die Glocken, zur Sonntagsmesse von außen durch Jugendliche gestupft werden, da die Bittelbrunner nicht auf das Geläut verzichten konnten.
Die ersten Musikproben begannen im Juni 1990, auch wurde ein erstes Musikprogramm aufgestellt, sodann der erste erfolgreiche Auftritte in der Fastnachtssaison 1991 war.

Deutschland zählt als Weltmeister in Gründung von Personenvereinigungen, somit war dieser Schritt auch für unsere kleine Gruppe notwendig. Also wurde der Verein im Jahre 1994 in das Vereinsregister des Amtsgerichts Singen (Htwl.) eingetragen.


Die Glockästupfer fahren nach Maastricht
Im Jahr 1998 hatten wir an einem späten Sommertag eine Probe in unserem Probelokal in Bittelbrunn, als wir unerwartet gebeten wurden doch im Badischen Hof in Engen für ein Geburtstagskind zu spielen. Also brachen wir kurzerhand die Probe ab und spielten dort unser musikalisches Programm.

Dies war der Auftakt für unsere dreimaligen Aufenthalte in Maastricht (Niederlande), denn wir spielten an diesem Abend für einen gewissen Jo van Os, dieser war einer der Veranstalteter des Musikwettbewerbes "Wiecker Ridder Paraad" in Maastricht (Niederlande). Er lud uns daraufhin nach Masstricht auf diesen Wettbewerb ein. Bei diesem konnten wir im Jahre 1998 immerhin den zweiten Platz einheimsen.

Unser eigenes Fest – „Halli-Galli-Guggäfescht“

Da wir eigentlich immer nur als Gast auf Guggenmusiktreffen, Hexenbällen oder auch mal Prunksitzungen waren, wollten wir auch selbst mal wieder ein Fest ausrichten, so geschehen im Januar 2003. Dieses Fest „Halli-Galli- Guggäfescht“ fand so großen Zuspruch das wir uns entschieden seitdem jedes Jahr dieses Fest in der Stadthalle Engen zu organisieren.

Im Laufe der Jahre hatten wir immer einen stetigen Anstieg der Mitgliederzahlen zu verzeichnen, derzeit haben wir etwa 40 aktiv spielende Mitglieder und 12 passive Mitglieder. Dies stieß irgendwann an die logistischen Grenzen unseres Busunternehmens, also machte man sich Gedanken über den Kauf eines Anhängers. Leider sind diese in dieser Größenklasse in den wir ihn benötigten doch sehr teuer, größtenteils konnten wir diese nicht unerheblichen Kosten dank unserer Sponsoren abfedern. Seitdem fahren wir mit unserem Vereinslogo, werbewirksam, durch den Süddeutschen Raum.

Kostüme
Die Kostüme einer Guggenmusik spielt beinahe eine genau so große Rolle wie das musikalische Repertoire, denn schließlich ist dies meist der erste Eindruck der einem ins Auge sticht.

Leider war die Mode der 1990er Jahre aus heutiger Sicht doch sehr ungewöhnlich, also konnte man gemäß unserer Vereinsfarben auch rosa Pullover und einen lila Umhang tragen, ohne zu sehr aufzufallen.

Um die Individualität der Kostüme war es zwischen den Jahren 1995-2000 sehr weit gediehen. Es wurde nur bestimmt dass die Farben Lila und Rosa und nur eine bestimmte Stoffart verwendet werden durfte. Aber jeder konnte sein Kostüm so schneidern wie es ihn in den Sinn kam. Somit lief der eine mit einem Clown-Kostüm, der andere eher als Obelix verkleidet durch die Hallen und Straßen in und auf denen wir unsere Auftritte hatten.

Seit dem Jahr 2000 haben wir einheitliche Kostüme, die wir alle 5 Jahre wechseln. Bisher kamen die Vorschläge immer von einem unserer Mitglieder. Die Prästentation unseren Kostümen findet immer an unserem eigenen "Halli-Galli-Guggäfescht" statt. Auch im Jahr 2020 konnten wir unsere aktuelle Kreation auf der Bühne in der Stadthalle Engen präsentieren.

 


Präsenz
Wir sind jedes Jahr immer recht viel unterwegs, somit sind wir weit über den Hegau hinaus bekannt geworden. Um nur einige Regionen zu nennen, in denen wir schon einen oder mehrere Auftritte hatten sind der Bodensee, Elsass (Straßburg), Mittlerer Oberrhein (Karlsruhe), Niederlanden, Schwarzwald und der Rhein-Neckar-Region (Heidelberg).
Auch sind wir bestrebt uns öfters bei "Nicht-Guggenmusik-Aktivitäten" zu zeigen, wie dem früher ausgetragenen "Badischen Highland-Games" in Welschingen (Meist mit vorderen Platzierungen, wie die Wände unseres Probelokals eindrucksvoll zeigen) und dem alljährlichen Fußball Grümpeltunier in unserem Heimatort Bittelbrunn, dem "Edelweiß Cup". 

Besondere Highlights:


1990:   Gründung der Guggenmusik "Bittelbrunner 

            Glockästupfer"


1994:   Eintragung als Verein


1998:   Belegung des zweiten Platzes des 

            Musikwettbewerbes "Wiecker Ridder Paraad" in  

            Maastricht / Niederlande


2000:   10-jähriges Jubiläum & Einführung

            einheitlicher Kostüme


2003:   Ausrichtung des 1.Guggenmusiktreffens am

            18.Januar 2003 in der Stadthalle Engen


2010:   20-jähriges Jubiläum

2020:   30-jähriges Jubiläum 

             Vorstellung des neuen Kostüms